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Kultival 2006 - oder auch der Kampf mit der Kälte

Trotz des heftigen freitäglichen Feierabendverkehrs kommen wir pünktlich an der Grillhütte in Gölshausen an. Den vom Dauerregen der letzten Tage (Wochen?!?) aufgeweichten Platz haben die Veranstalter mit Schotter zu stabilisieren versucht. Hinter der Bühne allerdings nicht, wo bereits der Transporter der Artgenossen, die nach uns spielen, feststeckt. Solchermaßen vorgewarnt, stellen wir den Bus lieber ein paar Meter weiter auf festem Untergrund ab.

Allzuviele Leute sind noch nicht da, aber es ist ja auch noch früh am Abend. Während die Artgenossen ihren Soundcheck machen, genießen wir noch die letzten warmen Sonnenstrahlen. Bei unserem Aufbau und Soundcheck entpuppt sich Klaus, der die Verkabelung auf der Bühne besorgt, als die Ruhe in Person. Nichts bringt sein Temperament aus dem Gleichgewicht während Hans vom Mischpult aus den Sound zaubert. Schießlich sind alle verstöpselt und wir können loslegen, aber wo sind die Leute?

Ein paar haben sich in den Schutz des Bierzeltes zurückgezogen, die meisten stehen ca. 50 Meter von der Bühne entfernt um das große Lagerfeuer herum und bleiben dort auch fast den ganzen Abend. Man kann es Ihnen nicht verübeln, denn es wird wirklich empfindlich kalt. Die Gitarren verstimmen sich, der Atem kondensiert in der Luft und nur ein paar Unentwegte, unter ihnen ein Teil der Artgenossen, stehen in der ersten Reihe und feuern uns an, wenn Linda und Julia die Finger über die Flöten fliegen lassen. Danke Jungs & Mädels!

In der Umbaupause singt Miss Ellie mit engelsgleicher Stimme Lieder zur CD, bevor die Artgenossen loslegen. Astreine Songs, prima gespielt. Hört sie Euch mal an, wenn Ihr Gelegenheit bekommt: www.die-artgenossen.net/.
Danke auch noch mal an Hans und Klaus für Licht und Ton. Bei Euch klingt's am Besten!