Historic Folk

Lübbe

Lübbe OnkenAuf einem Konfirmandenausflug brachte einer unserer Betreuer eine Gitarre mit, die ich ihm am Samstag abgenommen und erst wieder hergegeben habe, nachdem ich "House of the rising sun" einigermaßen spielen konnte. Damit war es um mich geschehen.

Die logische Folge davon war, dass mir mein Opa zu Weihnachten eine Gitarre schenkte. Damit war es um die Ruhe meiner Eltern geschehen. Mit 15 gründete ich mit zwei Freunden zusammen meine erste Band. Wir spielten Folk Songs und olle Kamellen aus den 70ern mit zwei Akustikgitarren und einer Querflöte.

Auf Dauer war mir das allerdings zu lahm und ich aktivierte zwei andere Freunde, doch etwas rockigeres auf die Beine zu stellen. Da wir drei Gitarristen und ein Schlagzeuger waren, beantwortete sich die Frage "Wer spielt Bass" einfach dadurch, dass ich der einzige war, der ohne Plektrum spielen konnte und hinreichen große Hände hatte. Solchermaßen qualifiziert habe ich über die Jahre in diversen Formationen gespielt :-)

Unser langjähriger Proberaum befand sich in Wuppertal fünf Etagen tief unter der Erde. Über uns drei Etagen Tiefgarage und der Keller des Wohnhauses. Durch diese glückliche Konstellation ist mir das Thema "Ärger mit den Nachbarn" jahrelang ein Fremdwort geblieben. Über die Schlepperei bei Gigs schweige ich mich lieber aus.

Lustig war, dass wir uns den Proberaum (knapp 300 m²) mit einer Punkband teilten (wir braver Rock/Pop) und ab und an einmal bei einer öffentlichen Probe der "Alliierten" 300 Punks in unserem Proberaum standen und feierten.

Mit Bernd und Michael habe ich schon Mitte bis Ende der 80er in der Karlsruher Band "Tabu" gerockt, bis sich (nach 15 Jahren unterschiedlicher Projekte) im November 2003 unsere Wege wieder gekreuzt haben. Seitdem grooven wir wieder gemeinsam und es macht richtig Laune. Zum Glück heißt Folk-Rock bei uns nicht Geigengedudel. Dafür, dass dem nicht so ist, sorgt Linda schon.