Highspeed im Schwarzwald
Schlau umfahren wir den Stau in der Pforzheimer Innenstadt und landen prompt mitten im Hochschwarzwald im Schnee. Die clevere Streckenwahl entpuppt sich als ungeplante Ausflugsfahrt durch verschneite Landschaften und Dörfer in entlegenen Winkeln. Bernd hat genug vom Sightseeing, gibt Gas und erntet einen Schnappschuss mit der Radarfallenkamera. Sein erster, behauptet er, was man ihm in Anbetracht seiner Fahrweise gerne glaubt. Auf dem Rückweg passiert Lübbe dasselbe: Da sein Tacho streikt rechnet er die Motordrehzahl in km/h um, wobei sich nachts um drei offenbar ein Fehler einschleicht.
Machen wir heute eigentlich Musik oder fahren wir nur? Zunächst bauen wir auf. Die Bühne ist schmal und hat mittendrin eine Trennwand. Bernd und Ute spielen quasi im anderen Zimmer, Lübbe und ich sehen die beiden nur in den Pausen, während Linda mit dem Rücken zur (Trenn)Wand steht.
Der Laden ist gestoßen voll, die Leute sind gut d´rauf und halten sich zur Freude des Wirts bei den Getränkebestellungen nicht zurück. Man feiert sich überwiegend selber und wir spielen zunächst im wörtlichen und übertragenen Sinn gegen die Wand. In der Pause kommt einer her und will mehr Speed (schon wieder!) in der Musik.
Im letzten Set hauen wir dann richtig d´rauf, Bernd schiebt die Regler hoch, Linda pfeift und geigt mit High-Speed ihre Jigs und Reels und die Jungs und Mädels vor der Bühne kommen in Fahrt. Geht also doch!
Was lernen wir daraus? Mehr Tempo in der Musik und weniger auf der Straße.

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